Eiszeit von Shelly Kaldunski

Im Sommer gibt es keinen Menschen, der es nicht liebt: Eis! Ein Grundelement für jeden gelungenen Sommer und inzwischen dank Vielfältigkeit auch etwas für diejenigen, die mit Allergien und co zu kämpfen haben. Aber gibt es eine Alternative zur teuren Eisdiele oder dem Eis im Supermarkt? Klar, Eis selber machen und wie das geht ist erfährt man in genau diesem wunderschönen Buch von Shelly Kaldunski.

Das Buch ist so aufgebaut, dass man gleich zu Beginn die Basics lernt. Werkzeuge, Eissorten und Zutaten werden erklärt und die Unterschiede zwischen z.B. Eiscreme und Sahne-Eis geklärt. Die Werkzeuge, die in dem Buch verwendet werden, sind schon eher was für organisierte Küchen, lassen sich aber zum Teil auch durch andere Küchenwerkzeuge ersetzten.
Das Buch hat ein handliches Format und ist in mehrere Kapitel untereteilt, die sich alle mit einer jeweils anderen Sorte oder Eisart beschäftigen. Es gibt Rezepte für Eisliebhaber, Klassiker, Spezielles und Allergiker oder Veganer.

Die Anleitungen in dem Buch sind so gestaltet, dass man sowohl mit dem Werkzeug als auch ohne Werkzeug arbeiten kann, jedoch ist es immer mit dem Werkzeug um einiges einfacher. Die Anleitungen beginnen immer mit einer Zutatenliste und führen auch immer genau die Schwierigkeit des Eises bzw. der Herstellung auf. Ganz einfach sind die Anleitungen nicht. Man muss das schon ein bisschen üben! Was sehr schön an dem Buch ist die Aufmachung des ganzen Buches. Sowohl das Cover als auch die Illustrationen und die Abbildungen des Eis sind ansprechend und im Gegensatz zu vielen andern Rezeptbüchern sind diese nicht übertrieben der unrealistisch dargestellt. Die Rezepte selber sind auch mit einer Menge Mühe geschrieben und man kann sie gut nachvollziehen. Wenn man ein Eis aus dem Buch nachmachen möchte sollte man jedoch eine Menge Zeit einplanen, da viele Sorten in dem Buch auf einer Grundmasse bestehen, die mehrere Stunden in den Kühlschrank muss!
Besonders toll an dem Buch ist, dass es auch den aktuellen Trend der Eis am Stiel aufgreift, die aber kein Wassereis sind, sondern eher Joghurt am Stil mäßig sind. Die Anleitungen dafür sind sogar am einfachsten und am schnellsten zum nachmachen.
Das Buch hat eine sehr hohe Vielfältigkeit und neben den klassischen Rezepten auch sehr außergewöhnliche Rezepte und ausgefallene Sorten, die man im Eisladen nicht finden würde. In den Rezepten kommt auch mal Pfeffer oder Curry zum Einsatz!

Fazit:
Ein sehr gelungenes Buch, das eine gute Grundlage für die Kunst der Eisherstellung gibt, jedoch viele Mittel in der Küche benötigt und sehr zeitaufwendige Rezepte hat. Eine tolle Geschenkidee und ideal für Leute, die gerne lange und aufwendiger Kochen! 
Man kann mit etwas Mühe ein echt leckeres Eis zaubern.

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