Hüter der Erinnerung / Lois Lowry

Jonas lebt in der Welt der Zukunft. Dort führt er ein ganz normales, unbeschwertes, korrektes und vorhersehbares Leben, denn in Jonas Welt gibt es keine Abweichungen. In der Welt der Zukunft gibt es keine Überraschungen, keine Emotionen, keine Farben, keine Sorgen aber auch keine Liebe. In dieser neuen Welt haben die Menschen vergessen, was sie einst waren und schützen sich somit vor dem Ungewissen. Doch kaum einer der Mensch weiß, wie es früher war, bis auf Einen: Den Hüter der Erinnerung.
Als Jonas seine Berufung erfährt, wird er zum neuen Hüter der Erinnerung ernannt und trägt fortan viel Verantwortung. War Jonas noch nicht weiß ist, dass er all das Leid der Erinnerungen mit sich tragen muss und dass seine Ausbildung ihm mehr abverlangt als er zu Beginn ahnt.
Jonas lernt die menschliches Emotionen kennen, sieht Farben, lernt die Geschichte der Menschen kennen und kann nicht verstehen, wieso diese verborgen bleiben muss. Er stellt sein ganzes Leben auf den Kopf und trifft eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben verändern wird...

Was ich über das Buch denke:
Das erste Mal muss ich gestehen, dass eine Verfilmung besser ist als die literarische Vorlage! Das Buch an sich ist aber schon sehr gut und der Autor hat es geschafft die gesamte Situation zu vermitteln und dabei eine ernste Thematik in den Vordergrund zu stellen: Die Verhärtung der Menschheit. Der Autor will mit der Geschichte aufmerksam machen, dass die Menschheit nicht wertschätzt, was sie hat und was uns diese Welt alles gibt.
Das Ende fand ich für mich zu offen, denn man erfährt nicht wirklich, ob Jonas es geschafft hat oder eben nicht. In der Verfilmung wurde das Ende so interpretiert, dass er es schafft, was im Roman nur als Andeutung zu verstehen ist.
Trotzdem ist der Roman gelungen, der Film jedoch ausnahmsweise besser!

Angaben zum Buch 
2008, 
207 Seiten,  
Verlag: DTV,  
ISBN-10: 3423713143,  
ISBN-13: 9783423713146

Zum Film:
Das Besondere an dem Film ist die erste Hälfte, in der die Gleichheit von Jonas noch wahrgenommen wird. Der Film beginnt in graustufen und man bekommt zunächst einen Schrecken, weil man sich unsicher ist, ob die DVD kaputt ist oder der Player den Geist aufgibt. Dies ändert sich jedoch, sobald Jonas das Farben sehen erlernt. Jeff Bridges spielt den gebrochenen Geber, der durch Jonas wieder Mut fasst und spielt diese Rolle wirklich überzeugend.

Der Film ist wirklich toll besetzt und die Darsteller schaffen es, dass die Rollen des Buches nicht veruntreut werden. Besonders Fiona und Jonas sind toll ausgewählt und spielen ihre Rollen super!
Der Film ist aus meiner Sicht sogar besser als das Buch und das kommt ja wie bekannt eher selten vor!

Am besten anschauen!
Hier der Trailer:



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